Geothermie und Energie

Kontrollmessung der Verfüllung einer Erdwärmesonde über die magnetische Suszeptibilität
Kontrollmessung der Verfüllung einer Erdwärmesonde über die magnetische Suszeptibilität
Projekt

Quartiersversorgung mit oberflächennaher Geothermie

GUSEA Schifferstadt

In Schifferstadt wurden im Rahmen des Projektes “Green Urban Smart Energy Area” (GUSEA) Anlagen zur hocheffizienten, dezentralen Energieerzeugung und -verteilung vorrangig aus erneuerbaren Energien für das Schul- und Sportzentrum Schifferstadt einschließlich in der Nachbarschaft gelegener Gebäude errichtet.

Für die Stromversorgung wird dabei vorwiegend auf Photovoltaik gesetzt, für die Heizung und Kühlung der Gebäude auf oberflächennahe Geothermie in Form von Erdwärmesondenfeldern. Die BFM übernahm im Projekt die Planung der Geothermieanlage.

Es wurden drei kalte Nahwärmenetze realisiert mit insgesamt 223 Duplex-Erdwärmesonden mit je 95 m Tiefe. Die bereitgestellte Heizleistung beträgt fast 1 MW, die Kühlleistung 400 kW.

Unsere Leistungen:

  • Machbarkeitsstudien
  • Planung von Geothermieanlagen
  • Numerische Modellierung von Anlagen und Wechselwirkungen mit benachbarten Nutzungen
  • Vorbereitung der Genehmigungsunterlagen und Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden
  • Ausschreibung, Vorbereitung und Begleitung der Vergabe
  • Baubegleitung und Abnahmen
  • Fachgutachterliche Begleitung der Inbetriebnahme und des Anlagenbetriebes

Fossile Energie ist endlich. Wenn wir als Zivilisation langfristig existieren wollen, brauchen wir Alternativen. Zudem bewirken die mit der Nutzung fossiler Energieträger verbundenen Emissionen eine Änderung des Klimas, die unsere Lebensgrundlagen gefährdet. Es ist also sinnvoll, den Wandel möglichst bald zu vollziehen. Geothermie liefert dauerhaft Wärme aus dem Erdinneren und im Untergrund saisonal gespeicherte Sonnenenergie.

Mit Erdwärmesonden kann Geothermie aus dem oberflächennahen Bereich bis in einige hundert Meter Tiefe einfach, sicher und kosteneffizient gewonnen werden. Um eine nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung sicher zu stellen, sind bei Anlagen, die über den Energiebedarf eines Einzel- oder Doppelhauses hinausgehen, viele Einflüsse von Untergrund, Klima und Grundwasser zu berücksichtigen, um die technisch geeignetste Lösung zu finden.

Ist Grundwasser verfügbar, kann dieses aufgrund der hohen Wärmekapazität und des stetigen Grundwasserstroms oft sehr effizient energetisch genutzt werden. Auch hier spielen vielfältige Faktoren eine Rolle, um eine optimale Nutzung zu gewährleisten.

Wir begleiten Sie bei Ihren Projekten zur regenerativen Heizung und Kühlung von Gebäuden und Anlagen – von der Machbarkeitsprüfung über die Auswahl der geeigneten Technologie und die Abwicklung der Genehmigung bis hin zur Ausschreibung der Bauleistungen und der Überwachung der fachgerechten Ausführung.